Free Wiloo - Zwischen Winterzauber und Gerichtssäälen

Vom Winterzauber im Schwarzwald über zwei Gerichtsrunden in Augsburg bis zur grossen Freiheit: Endlich wieder spontan unterwegs

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Marcel & Jacqueline
Über uns ...

Manchmal schreibt das Leben die merkwürdigsten Reiserouten. Unsere begann diesmal mit einer Verschiebung: Der Gerichtstermin in Augsburg, ursprünglich für Dezember angesetzt, wanderte auf den 14. Januar 2026. Also führte uns der Weg nach einem kurzen, warmherzigen Weihnachtsabstecher in die Schweiz wieder nordwärts. So schön es war, unsere Liebsten zu sehen – der Dauernebel, der wie ein grauer Deckel über allem hing, machte uns den Abschied erstaunlich leicht. Wir wollten Sonne. Und wir beschlossen, sie im Hochschwarzwald zu suchen.

Wir fanden sie.

Herrlichstes Wetter über dem Nebel

Eisenbach empfing uns mit einer friedlichen Stille, die man fast schon hören konnte. Ein Stellplatz mit allem, was wir brauchten – Strom, Wasser, Entsorgung – und dazu eine Aussicht, die uns jeden Morgen neu staunen liess: Die Schweizer Alpen, scharf gezeichnet am Horizont, und schliesslich, als Krönung, Schnee. Echter, knirschender, glitzernder Schnee. So macht Winter plötzlich wieder Spass.

Wir verbrachten den Jahreswechsel in einer Szenerie, die direkt aus einem Wintermärchen stammen könnte.

Wintermärchen

Dazwischen kleine Ausflüge nach Freiburg im Breisgau und Donaueschingen, Spaziergänge durch frostige Wälder, warme Abende in Wiloo. In Freiburg allerdings sorgte eine unerwartete Einlage für einen kurzen Adrenalinschub: Auf einer steilen Treppe stolperte ich und stürzte unsanft hinunter 🫣. Und als wäre das nicht genug, landete ich am selben Abend noch einmal auf Knie und Bauch – zum Glück ohne mich ernsthaft zu verletzen, nur Schürfwunden und tief blaue Flecken 🤷‍♀️.

Donauquelle

Doch während wir die Ruhe genossen, rückte der Termin in Augsburg unaufhaltsam näher.

Mit einer Sicherheitsmarge im Gepäck – und angesichts der immer wieder heftig niedergehenden Schneemengen eine kluge Entscheidung – erreichten wir Augsburg einige Tage früher. Die Strassen waren teils mühsam, aber wir hatten Zeit. Zeit zum Vorbereiten, zum Durchatmen, zum Nervössein. Und ja, auch für Kinobesuche und winterliche Spaziergänge, um die Anspannung etwas zu lockern.

Dann kam der Tag. Mein erster Gerichtstermin überhaupt. Mit klopfendem Herzen fuhren wir mit der Strassenbahn in die Stadt. Alle waren da: Wir, unser Anwalt aus Karlsruhe, die Richterin. Nur die Beklagten fehlten. Die Folge: ein Versäumnisurteil zu unseren Gunsten. Ein kurzer Moment der Erleichterung – der am nächsten Tag wieder verpuffte. Die Gegenseite focht das Urteil aus formellen Gründen an, angeblich sei die Terminverschiebung nicht klar durch das Gericht kommuniziert gewesen. Also: neuer Termin, zwei Wochen später. Zurück auf Feld eins.

Wir blieben in Bayern, erkundeten die Gegend um Bad Aibling, warteten, atmeten durch. Bei einer kleinen Stadtbesichtigung liessen wir uns treiben und landeten schliesslich in einer alten Gerberei, wo uns der betagte Besitzer persönlich durch seine verwinkelten Räume führte. Seine Geschichten rochen nach Leder, Zeit und einem Handwerk, das kaum noch jemand kennt.

Danach zog es uns weiter nach Schechen – nicht zuletzt, weil wieder einmal ein Berg Wäsche auf mich wartete. Zwischen Waschgang und Trockner nutzten wir die Gelegenheit für ausgedehnte Spaziergänge, die uns weiter zur Ruhe brachten. Auch Wasserburg am Inn stand auf unserer Liste: ein farbenfrohes Städtchen, das sich wie ein Gemälde um die Inn-Flussschleife schmiegt.

Inmitten all dieser kleinen Alltags- und Reiseepisoden entdeckte Marcel eine Veränderung am äusseren rechten Augenlid. Zum Glück stellte sich heraus, dass sie gutartig war – nur eine Alterswarze, die sich breitmachen wollte, 🤭- und in Rosenheim problemlos vom Dermatologen weggelasert wurde.

Zwei Wochen später standen wir erneut in Augsburg. Diesmal weniger nervös, denn wir kannten den Ablauf. Und siehe da: Die Gegenseite erschien. Am Ende einigten wir uns auf den Vergleich, den die Richterin vorschlug – 90 % der streitbaren Summe sind an uns zurück zu zahlen. Nicht perfekt, aber befreiend. Wir wollten weiter. Wir wollten unser Leben zurück. Wir wollten wieder frei sein.

Nach Gerichtstermin Erleichterung bei mir ...
und auch Marcel

Und plötzlich waren wir es. Frei von Terminen. Frei von diesem Autoausbauer, der uns so bitter enttäuscht hatte. Wir waren frei. Und mit uns Wiloo.

Eisenbach im Hochschwarzwald - Entspannen in der Sonne
Unterwegs auf dem Humorweg
Blick auf das Nebelmeer
Gemütlicher Jahresausklang
Neujahrstag in Freiburg im Breisgau
Winter pur
Winter Wonderland
Donaueschingen
Donauquelle
Luftdruckkontrolle bevor es weiter geht!
Tag des Aufbruchs Richtung Augsburg ❄️☃️
Unterwegs nach Augsburg
Stellplatz in Augsburg
Kinobesuche sind angesagt 🎞️🎥🎬
Bad Aiblingen
Ratshaus Bad Aiblingen
Privatführung durch die ehemalige Gerberei
Wasserburg am Inn
Landesgericht in Augsburg zum Zweiten
Heisse Schokolade ...
Apfelstrudel mit Vanillesauce zur Belohnung nach der Gerichtsverhandlung 😀

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